Ein Drache, eine Rose und ein Ritter. Die Legende hinter Sant Jordi – und warum Katalonien jeden April Bücher und Blumen tauscht.
Die Legende von Sant Jordi, tief in der katalanischen Kultur verwurzelt, erzählt eine fesselnde Geschichte von Mut, Liebe und dem Sieg über die Widrigkeiten. Der Überlieferung nach terrorisierte ein furchterregender Drache das Königreich Montblanc und forderte regelmäßige Opfer – darunter die Tochter des Königs.
In einem mutigen Wagnis, die Tochter und das Königreich zu retten, stellte sich der tapfere Ritter Sant Jordi dem Drachen entgegen. Mit unbeirrbarer Entschlossenheit und großem Geschick kämpfte Sant Jordi gegen das Ungeheuer und versetzte ihm schließlich mit seiner Lanze den tödlichen Stoß: Der Drache war erschlagen, die Prinzessin frei.

Doch mit dem Tod des Drachen endet die Legende nicht. Aus seinem Blut, so heißt es, wuchs ein Rosenstrauch – Sinnbild für den Sieg von Liebe und Mut über Furcht und Unterdrückung. Von diesem wundersamen Strauch pflückte Sant Jordi eine einzelne rote Rose und überreichte sie der Prinzessin. So besiegelten die beiden ihre Liebe, und eine bis heute geliebte Tradition nahm ihren Anfang.

Bis heute erwachen die Straßen Kataloniens am 23. April zum Fest von Sant Jordi: Männer schenken Frauen Rosen als Zeichen der Liebe und der Bewunderung, und Frauen schenken Männern Bücher zu Ehren der geretteten Prinzessin – denn der 23. April ist zugleich der Todestag von Miguel de Cervantes und William Shakespeare, zweier literarischer Ikonen. Die Legende von Sant Jordi inspiriert weiterhin Generationen und erinnert zeitlos an die Kraft von Mut, Liebe und Opferbereitschaft.

Wenn Sie zu Sant Jordi ein Buch verschenken: Unsere Lesezeichen aus Messing und unsere Grußkarten machen daraus etwas zum Behalten.